lautet die These eines neuen Stern-Artikels, da Mütter sich besser um die Kinder kümmern würden als die Väter und es ja sowieso keine gravierenden Geschlechtsunterschiede gäbe. Das zumindest ist eine konsequente Folge des "Gender Mainstream" - eine verbreitete wissenschaftlich untermauerte These, die nachzuweisen versucht, dass es im Grunde keine gravierenden Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Der Begriff wurde auf der 3. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Nairobi als politische Strategie vorgestellt. Gender Mainstream wird in der Politik, insbesondere bei linken Parteien angeführt, wenn es darum geht frauen- und mädchenspezifische Angebote weiter auszubauen. Ich habe eine interessante mail eines Juso-Mitglieds erhalten, der erklärte, dass ein Antrag für die Einrichtung einer Männerkommission parallel zur bestehenden Frauenkommission im Rahmen der Gleichstellungsarbeit einen Skandal auslösen würde. Zahlreiche hier veröffentlichte Forschungen und Artikel zeigen jedoch ganz eindeutig, dass heute Jungen wesentlich dringender einer Förderung bedürfen als Mädchen. Auch gibt es immer weniger Rückzugsräume, in denen Männer unter sich sind, geschlossene (und geförderte) Gruppen für Frauen gibt es aber haufenweise. Im Klartext: die Steuergelder von Männern werden zu 99% für Frauen- und Mädchenförderung und zur feministischen Umgestaltung unserer Gesellschaft eingesetzt, zu max. 1% zur jungen- und männerspezifischen Förderung. (Quellen dazu in meinem Buch "Männlichkeit leben") Wen verwundert es da noch, dass das Familienministerium alle Bevölkerungsgruppen ausser erwachsenen Männern fördert und die Familiengerichte Väter klar benachteiligen?
Die aus meiner therapeutischen Erfahrung völlig absurde Position, Kinder bräuchten keinen Vater ist eine konsequente Weiterführung unserer vaterlosen Gesellschaft: speziell in Deutschland sind Jungen nach dem 1. und 2. Weltkrieg ohne Vater aufgewachsen, danach ab den 68er Jahren hat der Feminismus die Unabhängigkeit der Frauen von Männern und Vätern gepredigt. Die Geschichte geht also weiter, es werden nun (wissenschaftlich untermauert) viele weitere vaterlose Kinder herangezogen und dies auch noch politisch gefördert. In meinem Buch "Männlichkeit leben" gehe ich detailliert auf die Gründe ein, wieso der Kontakt zum Vater für Jungen essentiell wichtig ist, um zum Mann zu werden und die eigene Rolle als Mann privat und beruflich voll auszufüllen. Aus meiner umfangreichen Arbeit mit Männern kann ich sagen, dass sich sehr viele Identitäts- und Sinnkrisen bei Männern, Beziehungsprobleme und innerpsychische Konflikte auf einen mangelnden oder nicht vorhandenen Kontakt zum Vater zurück führen lassen. Häufig übrigens einhergehend mit weiblicher Dominanz und emotionalem (teils auch sexuellem) Missbrauch durch Mutter oder andere Frauen - diese Männer haben praktisch ausnahmslos Probleme mit der eigenen Männlichkeit, emotionaler Abhängigkeit von Frauen, Aggressionshemmung und mangelnder innerer Stärke. Analysiert man die Familiengeschichte, so zeigt sich immer wieder, dass ein vaterlos aufgewachsener Junge dazu neigt ebenfalls einen vaterlosen Sohn zu "produzieren" - das "Erbe" der Vaterlosigkeit wird also in Deutschland jetzt in der 3. oder gar 4. Generation weitergegeben.
In Bezug auf die Bedeutung der Vaterbeziehung für die persönliche Entwicklung von Mädchen zur Frau und der eigenen Weiblichkeit und Sexualität hat Leila Bust interessante und ähnliche Erfahrung in ihrer jahrelangen therapeutischen Arbeit mit Frauen gemacht. Kurz zusammen gefasst: auch Mädchen benötigen den Spiegel und die angemessenene Bestätigung sowie Grenzsetzung und Reibung mit dem Vater, um ein Selbstbewusstsein für ihre eigene weibliche Identität zu entwickeln.
Jetzt weiterlesen: Väter überflüssig

In meinem Herzenskrieger-Training habe ich den Anspruch, den Männern etwas zum Thema Männlichkeit, männliche Werte und männliche Verhaltensweisen zu vermitteln. Dazu gehören auch Verhaltensweisen, mit denen sie Erfolg bei Frauen haben und eine gute Partnerschaft führen können. Das beinhaltet aber auch, manchmal auf direkte und unmissverständliche Weise auf unmännliche Verhaltensweisen hinzuweisen, die ich im Training nicht dulde. Ein Aspekt bei immer mehr Männern in unserer feminisierten Gesellschaft ist der Hang zur Unverbindlichkeit. Das wird in vielen Therapien und Selbsterfahrungsgruppen gefördert und dann als "Ich achte auf mich." "Ich folge meinen Gefühlen." oder "Ich fliesse mit der Energie." esoterisch aufpoliert und verkauft. Ein Mann, der keine verbindlichen Werte und Verhaltensweisen hat, wird niemals erfolgreich werden und wird auch von Frauen nicht als solcher respektiert. Hier geht es gar nicht um Lebensphilosopie oder Religion, sondern um ganz konkretes Verhalten. Dazu gehört Pünktlichkeit (auf die Minute), Zahlungs- und Vertragsverbindlichkeiten, die unterschrieben wurden einzuhalten, sein Wort oder Versprechen einzuhalten, zu einer Entscheidung zu stehen und sie nicht immer wieder in Frage zu stellen oder diese umzuwerfen, Verantwortung für die Konsequenzen einer Entscheidung zu tragen, auch wenn es schmerzhaft ist, Kameradschaftsgeist und soziale Verantwortung.
Eine Kriegerschulung bedeutet, eine Gradlinigkeit und Verbindlichkeit zu schulen: wer hat jemals von einem Krieger gehört, der seine Kameraden alleine in den Kampf ziehen läßt, weil er zu spät kommt, "auf sein Inneres gehört hat", seine Entscheidung infrage stellt, plötzlich kein Geld mehr für seine Ausrüstung hat, während des Kampfes darüber nachdenkt, ob es moralisch vertretbar ist andere zu verletzen. Oder aber, der nicht kommt, weil er eine Erkältung hat. Vielleicht droht auch seine Freundin ihm, ihn zu verlassen, wenn er in den Kampf zieht - und da bleibt er bei ihr im warmen Bett. So ein Krieger ist nur für eine Parodie zu gebrauchen.
Jetzt weiterlesen: Verbindlichkeit
Als Junge hast du gegenüber dem weiblichen Geschlecht sogar noch viel weniger Chancen: du bekommst schlechtere Schulnoten für gleiche Leistung, die schulischen Inhalte sind auf Mädchen zugeschnitten, das Lehrpersonal überwiegend weiblich und auf irgendwelche Förderprogramme wartest du vergeblich. Die Zukunft ist weiblich - so jedenfalls stellen es sich Politiker mit ihren "Gender-Mainstream-Programmen" vor.
Der Leitartikel "Im Zweifel gegen den Mann" in der aktuellen Ausgabe des Focus deckt sich in allen Punkten mit meinen Aussagen und Prognosen in meinem Buch "Männlichkeit leben". Auf den Punkt gebracht wird der Zeitgeist dadurch bestimmt, dass Weiblichkeit prämiert und Männlichkeit diskriminiert wird. Schon in der Schule werden Jungen massiv benachteiligt, Mädchen und Frauen werden gefördert. Die von mir beschriebene Entwicklung, dass Jungen und Männer immer mehr zu gesellschaftlichen Problemfällen werden ist exakt eingetreten und verschlimmert sich täglich. Das gesellschaftliche (feministisch geprägte) Bewusstsein aber geht immer noch von den alten Klischees aus, dass Frauen unterdrückt und benachteiligt werden, obwohl die gesellschaftliche, politische und private Realität mittlerweile eine ganz Andere ist. Ich empfehle den Artikel mit aktuellen Recherchen, um das Thema "Unterdrückung der Männlichkeit" und die Erziehung zur Unmännlichkeit deutlich zu machen.
Selbst eine Feministin der ersten Stunde, wie die heute 89-jährige Doris Lessing sagt: "Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren, und niemand sagt etwas dagegen."
Jetzt weiterlesen: Im Zweifel gegen den Mann
Jeder weiß, dass ein Land eine militärische Macht aufbauen muss, um sich gegen Angriffe schützen zu können, das war schon seit Menschengedenken so. Und darüber hinaus braucht es Frühwarnsysteme, um eventuelle Angriffe vorherzusehen und sich rüsten zu können.
Jede größere Firma, jeder Konzern hat Anwälte beschäftigt, die die Interessen der Firma verteidigen, wenn z.B. die Konkurrenz Produkte kopiert, Markenrechte verletzt werden, Lieferungen nicht bezahlt werden etc.
Auch im menschlichen Körper gibt es „Verteidigungssysteme" gegen Eindringlinge wie Bakterien oder Viren, die dem Organismus schaden können. Ohne diese Abwehr sprechen wir von Immunschwäche, der Körper kann sich nicht verteidigen und ist anfällig für Krankheiten.
Auf der zwischenmenschlichen Ebene müssen wir immer mit kleineren oder größeren Angriffen rechnen und vertrauen nicht jemandem „blind". Jeder, der etwas Lebenserfahrung hat weiß, dass Menschen aus Unbewusstheit, Neid, Eifersucht, Minderwertigkeitsgefühl oder einfach schlechter Laune heraus angreifen oder verletzen können. Menschen verschweigen die Wahrheit, „verdrehen" sie oder lügen - nicht unbedingt, weil sie bösartig, gemein oder charakterschwach sind, sondern weil sie durch ihre persönliche Geschichte geprägt und manchmal auch verletzt wurden.
Selbst mit Freunden muss man manchmal Grenzen setzen, um die eigene Intimsphäre zu schützen und sich abzugrenzen. Man erzählt nicht immer alles und hat einen Bereich des eigenen Privat- oder Intimlebens, den man selbst mit Freunden nicht teilen möchte. Dringen sie in diesen ein, so wird man zunächst freundlich, aber bei Nichtbeachtung auch entschieden dafür sorgen, das persönliche Grenzen gewahrt bleiben. Die meisten akzeptieren es nicht, wenn Freunde alle Nachrichten, Dateien, Filme und Fotos auf Computer oder Handy durchstöbern oder den Terminkalender ausgiebig studieren. Vermutlich würde auch jeder unwirsch reagieren, wenn ein Freund die Telefonnummern aus dem eigenen Handy anruft oder ausspionieren würde, wo man wann mit wem seine Zeit verbracht hat.
Ebenso sind wir es gewohnt, dass Freunde diese Grenzen auch akzeptieren: für die meisten ist die Freundschaft vorbei, wenn heimlich im Tagebuch gelesen oder die eigene Intimsphäre wiederholt verletzt wird. Wir gehen davon aus, dass ein „Nein", also eine Grenzsetzung von Freunden respektiert wird.
Jeder wird diesen simplen Tatsachen vermutlich weitgehend zustimmen und sich nach dem Sinn dieses Artikels fragen. Wie sieht es also in der Liebesbeziehung mit der eigenen Intimsphäre und der Abgrenzung aus? Eine merkwürdige Frage, denn wenn man sich verliebt denkt man schließlich an das Gegenteil von Abgrenzung: man genießt die Nähe, Vertrautheit, Intimität und das Verschmelzen in der Liebe und beim Sex miteinander. Trotzdem aber behandelt man sich gegenseitig mit Respekt und achtet den eigenen individuellen Raum des anderen. Oder würden Sie etwa das Handy der neuen Flamme auf der Suche nach weiteren Verehrern durchstöbern?
Wird aus der Verliebtheit, der Affäre eine verbindliche Partnerschaft, dann vollziehen sich bei vielen Männern im Laufe der Jahre interessante Wandlungen. Die gelebte Intimität mit der Partnerin in Form von interessanten Gesprächen, emotionaler Nähe und intensivem Sex nimmt immer mehr ab. Gleichzeitig nimmt aber auch die eigene Privatsphäre ab und der Partner dringt immer mehr ein, bis schließlich nur noch ein symbiotisches „Wir" und kein „Ich" und „Du" mehr vorhanden ist. Die romantische Vorstellung von Liebesbeziehungen ist es, dass es keine Konflikte mehr gibt und man einer Meinung ist, wenn man sich wirklich liebt. Die permanente Symbiose, in der die beiden Personen mit ihren Persönlichkeiten sozusagen zu einer verschmelzen ist das romantische Liebesideal, das die meisten Hollywood und Bollywood-Filme prägt.
„Doch was ist daran so schlimm?" mag man sich fragen. Solange keiner der Partner aus der gegenseitigen Kontrolle und Symbiose ausbricht gibt es auch keine Konflikte. Wagt ein Partner dies jedoch, so wird er sich plötzlich bewusst, wie wenig Eigenleben er überhaupt noch besitzt.
Zu mir in die Beratung und in die Seminare kommen immer häufiger Männer, die keinerlei Grenzen mehr ihrer Partnerin gegenüber haben. Sie akzeptieren, dass die Partnerin ihre Kontakte und Termine kontrolliert, Handy, E-Mail-Account und Briefe öffnet und sogar Freunde (falls der Mann überhaupt noch eigene Freunde hat) ausfragt. Schlimmer noch: diese Männer sind sich gar nicht mehr bewusst, dass dort eine permanente Grenzverletzung stattfindet - sie halten dies für normal. Sie haben sich daran gewöhnt respektlos behandelt und kontrolliert zu werden.
Setzt nun der Mann nach Jahren einmal eine Grenze und sagt „Nein", dann kann er oft mit erbitterten Dramen und Kämpfen rechnen, denen die meisten Männer nicht gewachsen sind. Die Partnerin, die es seit Jahren gewohnt ist ihren Partner zu kontrollieren wird das nicht akzeptieren. Beispiele dafür habe ich zuhauf, meistens wesentlich krasser, als die Fantasie es sich ausmalen könnte. So gibt es in jedem meiner Herzenskrieger-Trainings Männer, die abbrechen, weil die Partnerin nicht akzeptiert, das er etwas tut, was sich ihrer Kontrolle entzieht. Sie erpresst ihn damit, dass sie sich trennt, einen Lover sucht oder die Kinder wegnimmt und der Mann gibt meistens klein bei. Oder die Frau knackt den E-Mail-Account des Mannes und ruft unter falschem Namen andere Teilnehmer des Seminars an, um mit diversen Tricks an Informationen zu gelangen. Ich könnte noch viele dieser Beispiele ausführen. Könnten Sie sich etwa vorstellen, ein Drama abzuziehen oder gar Ihre Partnerin zu verlassen, weil sie ein Frauenseminar besuchen will und ihnen nichts über die Inhalte berichten will? Vermutlich kann das kein Mann, denn meist kontrolliert die Frau den Mann in der Partnerschaft und nicht umgekehrt.
Sie werden natürlich sagen: mir könnte sowas nicht passieren! Sind Sie sicher? Dürfen Sie Ihrer Partnerin Grenzen setzen? Sagen Sie manchmal „Nein"? Haben Sie eine Privatsphäre und eigene Freunde? Sorgen Sie dafür, dass Ihre Partnerin in bestimmte Bereiche Ihres Lebens nicht eindringt?
Oder haben Sie ein schlechtes Gewissen, weil Sie ihr etwas verheimlicht haben? Überlassen Sie ihr die totale Kontrolle in der Beziehung? Haben Sie keine eigenen Freunde und privaten Kontakte? Gehen Sie niemals alleine aus? Müssen Sie alle Fragen Ihrer Partnerin beantworten? Bestimmt Ihre Partnerin wann Sie Sex haben oder Sie? Legen Sie sich die „brave-Jungen-Stimme" am Telefon zu, wenn Ihre Frau anruft? Entschuldigen sich, wenn sie später nach Hause kommen als sonst? Geben Sie eine Erklärung ab, bevor die Frage kam?
Wenn dem so ist, dann spricht vieles dafür, dass Sie mit Ihrer Mutter verheiratet sind. Denn so verhält sich ein Junge mit einer überdominanten und kontrollierenden Mutter. Und das ist absolut kontraproduktiv für eine erfüllte Partnerschaft. Mehr dazu im „Mutter-Kapitel" meines Buches „Männlichkeit leben."
Überpräsenz von Frauen in Kindergärten und Schulen wird Jungs nicht gerecht. Psychologe kritisiert "Tüdel-Friedens-Schlaffi-Pädagogik"
Dasselbe Thema mit denselben Erkenntnissen, wie ich sie schon oft dargestellt habe hier in Mens Health: zum Artikel
Mein Fazit: die Situation wird immer extremer, echte Männer sterben aus und immer mehr große Mamasöhnchen bevölkern unser Land.

Schon seit über einem Jahr plane ich ein neues Buch als Fortsetzung und Vertiefung von "Männlichkeit leben". Aber da ich eher Praktiker als Theoretiker bin investiere ich meine Zeit eher in Seminare und Coachings anstatt zu schreiben. Um mich sozusagen selbst zu motivieren werde ich also hier beginnen, einzelne Aspekte dieses Themas zu beleuchten.
Worum geht es? Viele Männer beklagen, dass ihnen ihre Frau "abhanden" gekommen ist. Entweder sie entzieht sich ihnen sexuell, hat kein Interesse am (Körper)Kontakt oder hat einen Liebhaber. In vielen Fällen hat sie sich sogar bereits von ihrem Partner getrennt. Diese Männer melden sich dann bei mir, wenn die Situation eskaliert ist und das Kind sozusagen schon in den Brunnen gefallen ist. Aber häufig ist es trotzdem noch nicht zu spät. Man kann viel Negatives über weibliches Verhalten sagen, aber die meisten Frauen geben ihrem Partner, wenn sie ihn lieben noch eine Chance, wenn er sich wirklich verändert und weiß, wie er sie zurückerobern kann.
Jetzt weiterlesen: Die Frau zurück erobern
Vor ein paar Tagen erreichte mich eine Nachricht mit dem neuesten politischen Unsinn: Koalition will Paintball verbieten
Im Rahmen der Gewaltprävention soll Paintball verboten werden, angeblich um Amokläufe wie den in Winnenden zu vermeiden. Meine Einschätzung dazu: purer Aktivismus, der genau in die falsche Richtung geht. Solche Maßnahmen sind hervorragend geeignet Gewaltausbrüche und Amokläufe hervorzurufen. Hier wird ein Spiel, bei dem Aggression, Schnelligkeit, Risiko und Kampfbereitschaft trainiert wird verboten - eben ein männliches Spiel. Und das bei geringem Verletzungsrisiko. Ich habe heute noch ein Interview mit der Zeitschrift "Familiy & Co" gegeben, in dem die Redakteurin mich fragte, was ich davon halte Kloppereien und Kämpfe auf dem Schulhof konsequent zu unterbinden. Meine Antwort: am besten auch gleich eine Strafe von 5000,- Euro ansetzen wie für zukünftige Paintball-Spieler geplant ist. Diese Maßnahmen sind dazu geeignet aus Jungen brave Nice guys zu machen, denen jeder Rest Aggression und Männlichkeit abtrainiert wird. Allerdings darf man sich dann nicht wundern, wenn Jungens in einem solchen weiblichen Umfeld mit weiblichen Verhaltensregeln und Unterrichtsinhalten niemals zu Männern werden: aus ihnen werden nur große, trottelige Jungen. Anders ausgedrückt: ihnen wird Männlichkeit abtrainiert.
Um es nochmal in Klartext zu formulieren: Unterdrückung und Sanktionierung von Aggression lässt Gewalt entstehen. Gelebte Aggression wie etwa im Kampfsport - mit fairen Regeln und einem guten Trainer erzeugt keine Gewalt, sondern Stärkung der eigenen männlichen Identität, Bewusstheit und Verantwortungsgefühl. Wird Aggression massiv unterdrückt (wie es im Rahmen der zunehmenden Feminisierung geschieht) werden immer mehr Jungen auf ihren angestauten Gefühlen sitzen bleiben und nach unbewussten und unkontrollierten "Männlichkeitsritualen" suchen, um sich als Mann zu fühlen. Koma-Saufen, Gewaltdelikte und Drogenkonsum werden dann zu "Ersatz-Initiationen" für junge Männer, die keinen Rahmen finden, um ihre Aggression in positiver und fairer Weise auszuleben und zu trainieren.
Jetzt weiterlesen: Aggression verboten!
Jungen unterliegen Mädchen in vielen Schuldisziplinen, erweisen sich als unflexibler, gewalttätiger und anfälliger für Krankheiten. Kurz: Das einst so stolze starke Geschlecht schwächelt. Forscher finden verblüffende Erklärungen für den Niedergang. Weiterlesen: Männer in der Sinnkrise
Ich werde wohl noch viel Arbeit bekommen. Denn die Gesellschaft und speziell das feminisierte Schulsystem trainiert Jungen zunehmend ihre Männlichkeit ab und macht sie damit lebensunfähig. Aber lesen Sie selbst.
Ich habe reges Feedback und positive Unterstützung zum Newsletter in Bezug auf jugendliche Amokläufer erhalten. Das Thema der Benachteiligung von Jungen im deutschen Bildungssystem mit entsprechenden Konsequenzen habe ich schon mehrfach erörtert, u.a. auch in meinem Buch "Männlichkeit leben". Ein Teilnehmer hat mich auf eine interessante Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung aufmerksam gemacht, die sehr brisant ist. Sie belegt mit wissenschaftlichen Ergebnissen, dass unser Schulsystem "feminisiert" ist und es zu wenig adäquate Angebote und männliche Bezugspersonen gibt. Entsprechend schlechter schneiden Jungen dann in Bezug auf Mädchen in den letzten Jahren ab. Anders ausgedrückt: Die einseitig Frauen- und Mädchenförderung zeigt also hier Ergebnisse.
Interessant ist die Tatsache, dass diese Studie ohne jegliche Werbung Ende 2007 online gestellt wurde und dann plötzlich für über ein Jahr verschwunden war. Warum wohl?! Jetzt ist sie wieder aufgetaucht:
Kommentare und Link zur Studie
Jetzt weiterlesen: Benachteiligung von Jungen
Meine Antwort auf den Amoklauf in Winnenden

Ich biete ab sofort einige Plätze für junge Männer unter 25 Jahren in meinen Männerseminaren zum Spezialpreis - 25% an. Das ist meine Antwort auf den Amoklauf eines Jugendlichen in Winnenden. Ich halte sämtliche Denk- und Handlungsansätze zur Bekämpfung jugendlicher Gewalt, die ich bisher aus der Öffentlichkeit vernommen habe für völlig verfehlt. Dort geht es um Gewaltprävention, Kontrolle, Verbot von Waffen und Videospielen etc. bis hin zu Trainings zu Gewaltfreiheit. In all diesen Ansätzen wird versucht Jungen ihre Aggression abzutrainieren, weil diese zu gewalttätigen Handlungen führen würde. Wie ich bereits im meinem Buch "Männlichkeit leben" ausgeführt habe liegt hier aber ein gravierender Denkfehler vor, wenn Aggression und Gewalt in einen Topf geworfen werden. Was junge Männer brauchen ist keine Unterdrückung ihrer Aggression, sondern eine angemessene Förderung. Sie brauchen männliche Führung und Rahmenbedingungen, in den Aggression in POSITIVER Weise gefördert und ausagiert wird. Das bedeutet, es braucht einen Rahmen, wo persönliche körperliche und emotionale Grenzerfahrungen möglich sind, der von erfahrenen Männern (Mentoren, Lehrer, Väter) geschaffen und betreut wird. Dahinter steckt der tiefliegende Wunsch nach echten Initiationen ins Mannsein. Wird dieses Grundbedürfnis junger Männer durch zu viel feministischen Einfluss durch weibliche Bezugspersonen, Mutterbindung, Lehrerinnen und durch wenige adäquate Angebote für Jungen nicht befriedigt suchen Jungen häufig nach eigenen Wegen. Schulische Inhalte und vermittelte Werte sind zunehmend durch feministisches Gedankengut geprägt, die Inhalte für Mädchen anstatt für Jungen geeignet. Was Grenzerfahrungen, Kampf, Aggression, Jagdtrieb und echte männliche Herausforderungen angeht gibt es gar keine Angebote. Die offensichtlich zielgerichtete Attacke des Jugendlichen auf Frauen spricht dafür, dass er sich von Frauen oder Mädchen nicht respektiert oder gar gedemütigt gefühlt hat. Mir liegen viele Schilderungen (auch von Psychologen und sogar von Feministinnen) vor, in denen auf die sehr einseitige Förderung von Mädchen und Benachteiligung von Jungen durch Lehrerinnen im Unterricht hingewiesen wird. Wolfgang Bergmann, Erziehungswissenschaftler und Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze über Kinderpsychologie wies in einem Spiegel-Interview eindringlich auf das Problem der Antimännlichkeitserziehung an deutschen Schulen hin. Im Artikel "Diagnose Junge" habe ich weitere Berichte dazu zusammengefasst.
Jetzt weiterlesen: Rabatt für junge Männer

Die Intuition ist ein göttliches Geschenk,
der denkende Verstand ein treuer Diener.
Es ist paradox, dass wir heutzutage angefangen haben, den Diener zu verehren und die göttliche Gabe zu entweihen.
Albert Einstein
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