Gender Mainstream - Männer und Väter werden überflüssig: es lebe der Feminismus!

Väter überflüssig

Zwei Mütter wären ideal

lautet die These eines neuen Stern-Artikels, da Mütter sich besser um die Kinder kümmern würden als die Väter und es ja sowieso keine gravierenden Geschlechtsunterschiede gäbe. Das zumindest ist eine konsequente Folge des "Gender Mainstream" - eine verbreitete wissenschaftlich untermauerte These, die nachzuweisen versucht, dass es im Grunde keine gravierenden Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt. Der Begriff wurde auf der 3. Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen in Nairobi als politische Strategie vorgestellt. Gender Mainstream wird in der Politik, insbesondere bei linken Parteien angeführt, wenn es darum geht frauen- und mädchenspezifische Angebote weiter auszubauen. Ich habe eine interessante mail eines Juso-Mitglieds erhalten, der erklärte, dass ein Antrag für die Einrichtung einer Männerkommission parallel zur bestehenden Frauenkommission im Rahmen der Gleichstellungsarbeit einen Skandal auslösen würde. Zahlreiche hier veröffentlichte Forschungen und Artikel zeigen jedoch ganz eindeutig, dass heute Jungen wesentlich dringender einer Förderung bedürfen als Mädchen. Auch gibt es immer weniger Rückzugsräume, in denen Männer unter sich sind, geschlossene (und geförderte) Gruppen für Frauen gibt es aber haufenweise. Im Klartext: die Steuergelder von Männern werden zu 99% für Frauen- und Mädchenförderung und zur feministischen Umgestaltung unserer Gesellschaft eingesetzt, zu max. 1% zur jungen- und männerspezifischen Förderung. (Quellen dazu in meinem Buch "Männlichkeit leben") Wen verwundert es da noch, dass das Familienministerium alle Bevölkerungsgruppen ausser erwachsenen Männern fördert und die Familiengerichte Väter klar benachteiligen?

Die aus meiner therapeutischen Erfahrung völlig absurde Position, Kinder bräuchten keinen Vater ist eine konsequente Weiterführung unserer vaterlosen Gesellschaft: speziell in Deutschland sind Jungen nach dem 1. und 2. Weltkrieg ohne Vater aufgewachsen, danach ab den 68er Jahren hat der Feminismus die Unabhängigkeit der Frauen von Männern und Vätern gepredigt. Die Geschichte geht also weiter, es werden nun (wissenschaftlich untermauert) viele weitere vaterlose Kinder herangezogen und dies auch noch politisch gefördert. In meinem Buch "Männlichkeit leben" gehe ich detailliert auf die Gründe ein, wieso der Kontakt zum Vater für Jungen essentiell wichtig ist, um zum Mann zu werden und die eigene Rolle als Mann privat und beruflich voll auszufüllen. Aus meiner umfangreichen Arbeit mit Männern kann ich sagen, dass sich sehr viele Identitäts- und Sinnkrisen bei Männern, Beziehungsprobleme und innerpsychische Konflikte auf einen mangelnden oder nicht vorhandenen Kontakt zum Vater zurück führen lassen. Häufig übrigens einhergehend mit weiblicher Dominanz und emotionalem (teils auch sexuellem) Missbrauch durch Mutter oder andere Frauen - diese Männer haben praktisch ausnahmslos Probleme mit der eigenen Männlichkeit, emotionaler Abhängigkeit von Frauen, Aggressionshemmung und mangelnder innerer Stärke. Analysiert man die Familiengeschichte, so zeigt sich immer wieder, dass ein vaterlos aufgewachsener Junge dazu neigt ebenfalls einen vaterlosen Sohn zu "produzieren" - das "Erbe" der Vaterlosigkeit wird also in Deutschland jetzt in der 3. oder gar 4. Generation weitergegeben.

In Bezug auf die Bedeutung der Vaterbeziehung für die persönliche Entwicklung von Mädchen zur Frau und der eigenen Weiblichkeit und Sexualität hat Leila Bust interessante und ähnliche Erfahrung in ihrer jahrelangen therapeutischen Arbeit mit Frauen gemacht. Kurz zusammen gefasst: auch Mädchen benötigen den Spiegel und die angemessenene Bestätigung sowie Grenzsetzung und Reibung mit dem Vater, um ein Selbstbewusstsein für ihre eigene weibliche Identität zu entwickeln.

http://www.stern.de/wissen/mensch/kopfwelten-zwei-muetter-waeren-ideal-1538547.html

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