Die Grundüberzeugung, die in der Öffentlichkeit vorherrscht ist immer noch: Häusliche Gewalt geht von Männern aus. Frauen sind per se Opfer und Männer grundsätzlich Täter. Das dies zumindest in Deutschland schon lange nicht mehr so ist habe ich ausführlich in meinem Buch "Männlichkeit leben" recherchiert und dargelegt. Doch leider ist mein politischer Einfluss sehr begrenzt - vor allem auf deutsche Gerichte.
Folgender Zeit-Artikel bestätigt wieder einmal schockierende Wahrheiten und gesellschaftliche Realitäten: etwa ein Viertel bis die Hälfte der Anklagen gegen Männer wegen Vergewaltigung sind offensichtliche Fakes und krimineller Natur. Der spektakulärste Fall ist natürlich der des Jörg Kachelmann, bei dem meines Wissens nach noch kein endgültiges Urteil gesprochen wurde. Aber ganz gleich wie es ausgehen wird: gesellschaftlich gesehen wird der Mann tot sein und emotional schwer verletzt. Es lohnt sich die Prozess-Details in folgendem Artikel zu lesen, um festzustellen was in deutschen Köpfen bezüglich der Täter-Opfer-Rollen bei Männern und Frauen vor sich geht. Interessant ist hierbei auch: Was denken Sie dazu?
Ich habe ein interessantes Experiment dazu in der Fussgängerzone einer deutschen Grosstadt durchgeführt: ein Mann und eine Frau streiten sich mitten in der belebten Einkaufszone lautstark. Als die Aufmerksamkeit von genügend Passanten erregt war, wird die Frau handgreiflich und attakiert den Mann mit Schlägen. Sofort greifen zwei Männer und eine Frau ein, um der Frau (die Angreiferin) zu Hilfe zu eilen. Der Mann bleibt in Abwehrhaltung. Er wird von den Passanten unwirsch aufgefordert die Frau in Ruhe zu lassen und sich zu entfernen - unter Androhung von Zuhilfenahme der Polizei. Niemand hält die Frau aber von ihren Angriffen gegen den Mann ab.
An dieser Stelle haben wir das Experiment abgebrochen, um zu vermeiden, dass die Polizei involviert wurde. Das streitende Paar hatte vorher geübt und das Experiment einstudiert. Ich glaube, dass diese Reaktion - zumindest in Deutschland - typisch ist und einer empirischen Untersuchung standhalten würde: In einem Streit zwischen Mann und Frau gehen alle davon aus, dass der Mann der Täter und die Frau das Opfer ist. Zahlreiche Artikel, die ich auf meiner Webseite verlinkt habe belegen diese Haltung, die ein Resultat von 40 Jahren feministischen Einflusses darstellt. Das war vielleicht in der Vorkriegszeit so, die gesellschaftlichen Realtitäten sehen aber aktuell anders aus.

Die Intuition ist ein göttliches Geschenk,
der denkende Verstand ein treuer Diener.
Es ist paradox, dass wir heutzutage angefangen haben, den Diener zu verehren und die göttliche Gabe zu entweihen.
Albert Einstein
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