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Mutter

  • Durch die Medienpräsenz ist es kaum zu übersehen und die Ausrede „Vergessen" ist nicht besonders überzeugend: heute ist Muttertag. Für viele Männer ein Besuch mit Glückwünschen und sehr gemischten Gefühlen. Ich möchte diese psychologisch etwas aufschlüsseln und auch erklären, warum es sich lohnt seine Mutterbeziehung etwas genauer anzuschauen.
    Die Mutter ist der Mensch, mit der Mann am meisten Körperkontakt im Leben hatte: 9 Monate in ihrem Bauch, weitere Monate an ihrer Brust und Jahre in ihren Armen – da kommt keine Geliebte jemals heran! Sie prägt den Jungen in weitaus tiefgehender Weise als die Meisten auch nur erahnen. Sehr viele Männer erlebten als Jungen zu viel Bemutterung – eine Omnipräsenz der Mutter, der keine Grenzen gesetzt wurden durch den Vater. Sie erhielten durch den Mangel an männlicher Präsenz eine äußerst einseitige weibliche Prägung in jeder Hinsicht. Besonders wenn die Mutter keine befriedigende Partnerschaft erlebte, musste der Sohn häufig als männlicher Partnerersatz herhalten: das Ergebnis war dann eine inzestiös geprägte Mutter-Sohn-Beziehung- die Auswirkungen sind meines Erachtens oft mindestens genauso destruktiv für den Jungen wie ein sexueller Übergriff vom Vater auf die Tochter. Dafür gibt es – bedingt durch den Feminismus – in unserer Gesellschaft eine Hypersensibilität, für das Problem des emotionalen oder auch sexuellen Missbrauchs der Mutter am Sohn fehlt meist jedes Verständnis.

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